Trixi im Morgenland Folge 11: Freiheit für die Liebe

Ein Gastbeitrag von Philipp Wohlwill (www.wortwohl.de)

Die Reise dauerte fast vier Stunden und sie machten nur eine einzige Pause. Als sie am Normtor ankamen, stiegen sie ab und waren alle ziemlich außer Atem, aber kein bisschen Müde. Sie schlichen durch das Normtor und als sie im Morgenland waren, musste sich Azet erst mal setzen. „Hatte fast vergessen, wie sicher es sich hier anfühlt“, seufzte er. Die drei setzten sich und Azet begann eine kurze Meditation, die zum größten Teil aus Atmung bestand. Seine Gesichtszüge wurden erst ganz entspannt, dann huschte ein Lächeln über seine Lippen und dann wurde er ernst, entschlossen. Langsam erhob er sich und Trixi sah die gleiche Spannung zwischen seinen Schulterblättern wie sie sie bereits von Aram kannte. Azet schien zu wachsen. Trixi stand auf und tat es ihm gleich. Gerader Rücken, Brust raus, Füße im Abstand der Schultern, Knie leicht gebeugt. Auch Aram stand auf und machte sich groß. Wie eine kleine Leibgarde der Liebe standen die drei in einem Kreis und schauten sich an.

Was ist zu tun?“ wendete Azet sich an Trixi. Die war erst etwas überrascht, aber eigentlich war ihr schon seitdem sie um Azets Geschichte wusste klar, dass sie die zentrale Person in diesem Teil der Historie des Morgenlandes sein musste. Bei ihr liefen alle Fäden zusammen, die Geschichten aller Beteiligten trafen sich bei ihr. „Zur Morgenhöhle“, entschied sie. „Wir müssen eurer Mutter helfen aus dem verdammten Stein heraus zu kommen!“. „Wie ist sie da überhaupt rein gekommen?“ fragte Azet. „Das wissen wir auch nicht genau,“ begann Aram, „sie ist, glaube ich, irgendwie von dem Stein abhängig.“ „Ja,“ ergänzte Trixi, „nach dem, was du uns erzählt hast, glaube ich, Diotimas Leben hängt von der Energie ab, die durch den Felsen fliesst und ich denke die Verbindung hat das Morgenland ermöglicht. Ich vermute außerdem, dass das Ganze etwas mit deiner Geburt zu tun haben muss, Aram.“

Die beiden Jungs schauten Trixi langsam nickend an. Sie konnte sehen, wie sie über das nachdachten, was sie gesagt hatte. Trixi hoffte, sie hatte keinen von beiden verletzt. Sie wollte auf keinen Fall, dass einer der beiden sich an der Lage ihrer Mutter schuldig fühlte. Gleichzeitig konnte sie sehen, dass sie das nicht taten. Sie dachten wohl an die Rettung ihrer Mutter, denn Trixi konnte die Stärke des ewigen Flusses in ihnen wachsen sehen. Sie sah, wie er machtvoll durch sie hindurch floss. „Der Ursprung des Bruderpaares ist die Liebe,“ dachte Trixi, „und Diotima ist die Liebe und durch die Liebe wird letztendlich alles geboren. Auch ich.“ Sie spürte wie eine unbändige Tatkraft von ihr Besitz ergriff. Durch die Liebe würden sie leben.

Gib mir die Kugel.“ forderte sie Azet auf. Der setzte seinen Rucksack ab und händigte ihr die drei Passanten in Form der Kugel aus. „Kommt!“ befahl Trixi. Alle stiegen auf ihre Boards. Trixi trug die Kugel, Aram schleppte seinen großen Bruder hinter sich her. Langsam und leise, über die am wenigsten benötigten Wege, fuhren sie in Richtung Morgenhöhle. Trixis Entschlossenheit wuchs von Meter zu Meter. Sie hatte nun das Gefühl selber zu wachsen, spürte wie die Energie, die sie umgab, an ihr haftete, sie begleitete, sie bestärkte. Sie nahm Tempo auf und wurde immer schneller. Wie ein Schneeball, der einen Abhang hinunter rollt, wurde Trixi immer schneller und immer größer. Die Rufe von Aram und Azet, sie solle warten, nahm sie nur noch am Rande ihres Bewusstseins wahr.

Dann sah sie vor sich die Morgenhöhle auftauchen. Vor ihrem inneren Auge sah sie ihre Vergangenheit, sah wie alles angefangen hatte, sah sich ohnmächtig auf dem Höhlenboden liegen, einen wirren Traum träumend, der sie unausweichlich wieder hier her zurück geführt hatte. Wie ein Boomerang kehrte Trixi zurück, stark und schnell. Sie raste an den Picknicktischen vorbei, an denen sie noch vor einigen Wochen ihre Gogyo-Ki gefeiert hatte und vor kurzem erst die von Aram. Ihr inneres Auge zeigte ihr, wie sie durch den dunklen Gang der Morgenhöhle Richtung Ausgang gelaufen war. Sie spürte wieder dieses warme Gefühl tiefen Vertrauens in sich, aber diesmal vertraute sie nicht dem Morgenland, sondern sich selbst. Sie würde es schaffen.

Sie bremste etwas ab, sprang vom Board und rannte so schnell sie ihre Beine trugen auf die Mauer der Morgenhöhle zu. Vor ihrem geistigen Auge sah sie, wie sie nach ihrer Gogyo-Ki in Richtung Freiheit gelaufen war. Nun kehrte sie zurück und lief in die andere Richtung, diesmal Diotima zu befreien, dem Morgenland zu helfen und die Fehler ihrer Eltern und Rosie zu korrigieren. Der Felsen, hinter dem der Eingang zur Morgenhöhle lag, war nur noch wenige Meter entfernt. Trixi umklammert die Kugel mit beiden Armen und hielt sie sich vor den Bauch. Als sie an dem Felsen angelangt war, streckte sie die linke Schulter nach vorne und warf sich in den Felsblock, der ihr den Weg versperrte. Ein Blitz blendete Trixi, obwohl ihre Augen geschloßen waren und ein lauter Knall ertönte. Trixi war auf der anderen Seite. Die Kugel begann zu glühen, ihr Passant begann zu leuchten. Sie schlich langsam voran, in Richtung ihres Schicksals.

Aram und Azet sahen noch wie Trixi vom Board sprang, los sprintete und in der Morgenhöhle verschwand. „Du fährst auf keinen Fall gegen die Wand!“ brüllte Azet seinen kleinen Bruder an. „Du glaubst nicht genug daran.“ brüllte Aram zurück. „Ich glaube daran“ kreischte Azet als sie an den Picknicktischen vorbei rasten, „aber sie hatte vier Passanten, wir haben keinen einzigen!“. Aram riss die Augen auf und betätigte die Notbremse an seiner Fernbedienung. Er hatte allerdings nicht bedacht, dass Azet keine hatte. Er sah seinen Bruder an sich vorbei schießen. Es waren nur noch wenige Meter zur Wand. Aram klammerte sich an das Seil und schrie seinem Bruder hinterher: „Das Seil!“. Azet war panisch und wollte das Seil erst loslassen, bemerkte dann aber seinen Fehler und hielt es so fest er konnte. Plötzlich straffte es sich. Aram wurde von seinem Board gerissen und knallte der Länge nach hin. Azet wurde abrupt abgestoppt und landete schmerzhaft auf dem Hintern. Sein Board knallte laut gegen die Wand der Morgenhöhle und zersprang. Eine der Achsen wurde durch die Luft geschleudert und landetet neben Azet im Grass. Die beiden Brüder rollten sich kurz mit schmerzverzerrten Gesichtern auf der Wiese umher. Ihr Stöhnen ging in ein Lachen über. Aram stand auf und ging zu Azet. Die beiden standen vor der Wand, legten ihre Hände darauf und hatten das Gefühl, ein wenig Wärme würde von ihr abgestrahlt. „Mama.“ flüsterte Aram. „Papa!“ sagte Azet mit fester Stimme.

Die Brüder schauten sich an. Sie hatten keine Passanten, aber sie mussten da rein. Das Morgenland war sicher gerade mit Trixi beschäftigt, konnte ihnen also nicht helfen. Die beiden waren sich aber ohnehin nicht ganz sicher, welche Rolle das Morgenland in dieser Geschichte spielte, und ob es vielleicht sogar versuchen würde Trixi aufzuhalten. „Du Travis, ich Rosie und Trixis Eltern.“ schlug Aram vor. „Sehr gut“, fand Azet, „jetzt müssen sie für ihre Scheiße gerade stehen.“ Azet begann schnell in Richtung Travis Haus zu laufen. Aram fuhr noch einige Meter neben ihm her. „Wir treffen uns wieder hier.“ sagte er noch, dann gab er Vollgas. Azet lief viel in der Normwelt, man brauchte einen fitten Organismus dort. Er legte also noch einen Zahn zu und war nach kurzer Zeit sehr froh, dass er einiges wieder erkannte und so wusste, dass er auf dem richtigen Weg war. Dem Weg nach Hause oder zumindest dort hin, wo sein Vater zuhause war.

Arams Fahrt war gefährlich, denn er bremste nicht, er wusste, dass Trixi ihn bald brauchen würde und alle anderen würde sie vielleicht auch brauchen.

Während die Brüder rasten, schlich Trixi. Auch sie war sich nicht mehr ganz sicher, wer auf ihrer Seite stand und wer nicht. Sie war sich eigentlich sogar nicht sicher, ob es überhaupt Seiten gab oder ob alles nur die Folgen eines Unfalles waren, dessen Grund lediglich Selbstüberschätzung und Gier waren. Sie glaubte, dass Diotima von der Liebe, aus der sie als Göttin ihre Kraft zog, mitgerissen worden war. Die Liebe zu einem ungeborenen Kind hatte sie glauben lassen, dass sie als Göttin alles konnte und ihr alles zu stand, was sie sich wünschte. Schon dass sie dazu Travis Hilfe benötigt hatte, hätte ihr zeigen müssen, dass dem nicht so war, fand Trixi.

Sie merkte plötzlich, wie sehr sie sich damit beschäftigte, was passiert war und was passieren würde. Sie war mit ihren Gedanken viel zu wenig bei dem, was gerade passierte und das forderte eigentlich all ihre Aufmerksamkeit, ihr Wissen, ihren Mut und ihre Disziplin. Trixi konzentrierte sich, blieb stehen und leuchtet mit ihrem Passanten die Wände ab. Sie versuchte sich zu orientieren. Sie konnte sich einfach nicht daran erinnern, wie weit es bis zum Eingang der riesigen Höhle war. Dann kam sie an eine Weggabelung. Der Weg teilte sich in zwei. Sie wusste ganz genau, dass es beim letzten mal nur einen Gang gegeben hatte. Nie hatte jemand von einer Gabelung erzählt, der er auf dem Weg durch den Gang begegnet war. „Ich bin aber auch nicht wegen meiner Gogyo-Ki hier,“ dachte Trixi, „ich bin auch nicht eingeladen“. Sie strahlte mit ihrem Passanten die Gänge herunter um einen Hinweis darauf zu entdecken, wo sie weiter gehen musste. Der eine der beiden Wege beschrieb eine leichte Kurve nach links, der andere nach rechts. Die beiden Gänge sahen identisch aus. Als wäre der eine das Spiegelbild des anderen. Trixi hatte eine Idee. Sie schaltete das Licht an ihrem Passanten aus und starrte in die entstandene Finsternis. Langsam gewöhnten sich ihre Augen an die Dunkelheit. Trixi meinte einen Lichtschein aus dem rechten Gang zu erkennen. Sie wartete noch einen Moment geduldig bis ihre Augen sich noch besser an die Dunkelheit gewöhnt hatten, und verglich die beiden Gänge noch einmal. Der rechte war etwas heller. Trixi traf ihre Entscheidung und folgte dem rechten Gang. Nach einigen duzend Metern öffnete er sich und die Morgenhöhle lag vor ihr. Als Trixi sie betreten wollte, wurde sie aufgehalten. Die Passantenkugel lies sich nicht weiter tragen. Sie blieb schwebend genau in der Mitte des Einganges stehen und rührte sich keinen Millimeter mehr.

Währen dessen war Aram bei den Lichterts im Vorgarten angekommen. Er brüllte aus vollem Leib und tiefster Seele „Schneeell, Trixi braucht vielleicht Hilfe in der Morgenhöhle!“ bevor er die Tür des Hauses erreicht hatte, standen Jule und Torben bereits vor ihm. „Wir haben Azet gefunden.“ sagte Aram „Wir kommen“ antwortete Trixis Papa, drehte sich um und rannte zur Garage. Während Torben ein Motorrad aus der Garage schob, das Aram noch nie zuvor gesehen hatte, sagte Jule zu Aram: „Du fährst zurück, wir holen Rosie und Travis“. „Azet holt Papa.“ antwortete Aram. „Bis gleich“, sagte Trixis Mama, drehte sich um und lief zu Torben. Der hatte bereits hinten auf dem Motorrad Platz genommen, einen Helm aufgesetzt und hielt seiner Frau einen weiteren hin. Aram schaute nicht weiter zu, drehte sich um, sprang auf sein Board und machte sich auf den Rückweg. Der Hinweg hatte länger gedauert als erwartete. Das Morgenland hatte nicht eine Abkürzung spendiert und Aram war nichts anderes übrig geblieben, als über zwei rote Ampeln zu fahren. Der Rückweg würde also auch eine kleine Weile in Anspruch nehmen. Trixis Eltern schienen das zu ahnen, sonst hätten sie wohl kaum ein Motorrad als Fahrzeug gewählt. Aram hörte den Motor aufheulen und dann wurde das laute Motorengeräusch schnell leiser.

Azets Lungen brannten, seine Muskeln schrien nach Sauerstoff und waren kaum noch leistungsfähig. Purer Willen trieb ihn weiter voran. Dann sah er sein Elternhaus und die Erinnerung brachte ihm die zweite Luft. Er stürmte durch den Vorgarten, konnte aber nicht laut rufen, ihm fehlte die Luft. Er versuchte durch zu atmen, taumelte durch die offene Haustür und trat anstatt zu rufen gegen die Treppe. Er erinnerte, dass das im ganzen Haus zu hören war. Travis kam heruntergerast. Als er Azet sah, wurde er noch etwas schneller viel die letzten Stufen der Treppe fast herunter und schloss seinen verloren geglaubten Sohn in die Arme. Er hob ihn hoch und drückte ihn und beide weinten.

Als Azet sah dass Travis auch weinte, erwiderte er die Umarmung. So sehr er geglaubt hatte, er sei nicht der Sohn von Diotima und Travis, sondern ein Kind des Universums, so sehr merkte er nun, wie er seine Eltern vermisst hatte. Ihren Geruch, ihre Stimmen, ihre Liebe. „Trixi braucht Hilfe in der Morgenhöhle.“ Travis lies seinen Sohn widerwillig los: „Komm mit und erzähl.“ forderte er ihn auf. Sie gingen durch den Garten in die Garage. Alles lag noch so da, wie Trixi und Aram es zurück gelassen hatten. Travis ging in den hinteren Teil und zog von einem Schrank ein Board herunter. „Ich bin schneller, wenn ich laufe.“ keuchte Azet. „Auf dem Hinweg vielleicht,“ entgegnete Travis, „und auch nur wenn dein Board keinen Motor hat“. Er drehte das Board und zeigte seinem älteren Sohn, was sein jüngerer Sohn ihm zum letzten Geburtstag geschenkt hatte. Azet lächelte anerkennend. Travis löste die Fernbedienung vom Board, die darunter mit einem Klettverschluss fest gemacht war. Er startet das Board, der Motor begann zu surren und die Räder drehten sich. Travis gab das Board an Azet. „Fahr zu. Ich hole meinen Passanten und komme hinterher“. Das ließ sich Azet nicht zwei Mal sagen. Er rannte aus der Garage auf die Straße, warf das Board vor sich auf die Straße und raste los.

Als Rosies Haus in Jules Blickfeld auftauchte, betätigte sie die Hupe des Motorrads und ließ sie erst wieder los als sie Rosies Gesicht in einem der Fenster auftauchen sah. Ihr Kopf verschwand sofort wieder. Die beiden Motorradfahrer wussten, dass sie gleich vor der Tür stehen würde. Und so war es auch. Jule machte eine Vollbremsung und Rosie tauchte mit einem Helm auf dem Kopf in der Tür auf. „Ich kann nicht mehr fahren.“ rief sie den beiden zu. Torben sprang sofort vom Rücksitz und machte Platz für Rosie. Die warf ihm einen Schlüssel zu. Dann kletterte sie auf den Rücksitz zu Jule und die beiden fuhren mit quietschenden Reifen los, während Torben Richtung Rosies Garage sprintete und ein weiteres Geländemotorrad auf die Straße schob. Torben kickte das Bike an, sprang auf und nahm die Verfolgung der beiden Frauen auf.

Trixi ging ohne die Passantenkugel in Richtung Abendsee, in der Ferne konnte sie den Morgenfelsen glimmen sehen. Sie schlich gebückt weiter bis sie an der Wasserkante stand. Ein Rascheln neben ihr lies sie zusammenzucken. Sie hatte ihren Passanten ausgeschaltet, um nicht aufzufallen. Jetzt strich sie das Licht an ihrem Passanten an und leuchtete in die Richtung, aus der das Rascheln kam. Genau an der Grenze zwischen Land und Wasser, halb an Land, halb im Wasser, begann sich ein kleiner Haufen Steine zu bilden. Trixi ahnte, was passieren würde und so war es auch. Aus Stein und Wasser formte sich eine Gestalt. Das Morgenland gab sich eine Form und stand schließlich vor Trixi. Trixi starrte es einfach an. „Warum bist du wütend, Trixi?“ fragte das Morgenland mit einer sehr ruhigen Stimme. Trixi machte das noch viel wütender. „Wer hat Diotima in den Morgenfelsen gesperrt?“. „Niemand.“ sagte das Morgenland mit fester Stimme. „Und warum ist sie dann da drin? Sie ist die Göttin der Liebe, warum kann so etwas mit der Göttin der Liebe passieren?“ Das Morgenland holte tief Luft, überlegte einen Moment und begann dann zu sprechen.

Diotima war als Göttin der Liebe immer erfüllt von der Liebe. Vollkommen in der Liebe und von der Liebe vollkommen umschlossen. Wie in einem wunderschönen Kokon. Der Fluss der Energie war unvergänglich in ihr und deshalb starb sie nicht, konnte ewig wach sein, brauchte nie ruhen und empfand ständig unbändiges Glück. Das lag daran, dass sie Liebe stiftete und die Gefühle der Liebenden mitempfand. Irgendwann aber begann sie sich zu fragen ob es anders wäre, selber zu lieben und ob sie immer nur fremde Liebe erleben würde. Vor allem aber wollte Diotima auch einmal geliebt werden. So begann sie ihren schützenden Kokon, der sie zur Göttin machte, als ihr Gefängnis zu empfinden und sich daraus zu lösen. Aber auch wenn Diotima die Göttin der Liebe war, war sie eben ihr Kind und nicht ihr Gebieter. Die Liebe entsteht zwischen den Menschen, aus Zuneigung und nicht dadurch, dass sie von irgendjemandem geschenkt wird. Auch nicht von der Göttin der Liebe. Das hatte Diotima noch nicht verstanden. In der Folge wurde der Fluss der Energie in ihr weniger und reduzierte sich schließlich auf das Fließen wie es jede Seele durchdringt. Aber sie lebte weiterhin wild und ohne Pausen und dann lernte sie Travis kennen und der liebte sie.“. „Gut, dann hat sie niemand eingesperrt.“ unterbrach Trixi die Erzählung unwirsch. „Warum holt ihr sie nicht raus?“. „Das ist nicht so einfach, Trixi, und ziemlich gefährlich. Wir haben eine enorme Menge Energie und Willen aufbringen müssen, um Diotima zu retten. Deine Eltern haben danach tagelang nur geschlafen und gegessen und Wochen gebraucht bis sie sich wieder ganz normal gefühlt haben. Es gab mehrere verletzte Morgenländler, weil ich nicht schnell genug reagiert habe. Deine Cousine Sandra ist damals vom Baum gefallen und hat sich das Bein gebrochen, weil ich nichts tun konnte“. Trixi merkte, wie die Traurigkeit und die Resignation des Morgenlandes sie ebenfalls ergriff. Sie wehrte sich dagegen. „Ich hole sie da jetzt raus.“ Sie verwandelte sich in das Walross und schwamm los.

In dem Moment merkte das Morgenland, wie Aram und Azet, Rosie, Jule und Torben sich näherten. Es machte sich Sorgen. Es wollte Jule, Torben und Rosie nicht wieder dieser Belastung aussetzen, sie waren älter geworden, das Morgenland fürchtete, sie könnten bei dem Versuch ihre Freundin aus der Abhängigkeit vom Morgenfelsen zu befreien, Schaden nehmen, der nicht mehr repariert werden konnte.

Aram gab Vollgas. An der Kreuzung zum Morgenfelsen stieß Azet zu ihm. Die beiden Brüder nickten sich kurz zu ohne langsamer zu werden. Wenig später kamen sie an der Morgenhöhle an, sprangen von ihren Boards und drehten sich um. „Wo ist Papa?“ keuchte Aram. „Der ist unterwegs.“ berichtete Azet schnaufend. „Wusstest du, dass der ein Motorrad hat?“ Aram schaute ihn ungläubig an. „Ne, ich wusste auch nicht, dass Trixis Eltern und Rosie Motorrad fahren.“ „Wir müssen rein.“ sagte Azet und Aram nickte. „Wir haben aber immer noch keine Passanten“ gab er zu bedenken.

Während die Brüder diskutierten trafen sich die Erwachsenen auf der Schnellstraße Richtung Morgenhöhle, alle wussten, dass sie nur noch eine Minute von der Morgenhöhle entfernt waren aber sie fuhren und fuhren. „Das Morgenland.“ brüllte Rosie „Es will nicht, dass wir ankommen. Wir müssen uns trennen“. Travis bog sofort von der Straße ab und raste querfeldein über die Wiese, die sich gerade neben der Straße befand. Torben bremste scharf, drehte um und machte sich auf den langen Weg zur Morgenhöhle, der derzeit über einen kleinen Berg führte. Auch Jule und Rosie nahmen ein andere Strecke. Sie fuhren in Richtung der Verbindungsstraße zwischen Morgenhöhle und Abendsee. Das Morgenland war währenddessen überfordert. Es versuchte gleichzeitig Trixi zu überreden, zu ihm zurück zu kommen, die Morgenhöhle für Aram und Azet zu verschließen und die Ankunft der Erwachsenen zu verzögern.

Die Wand der Morgenhöhle begann zu flackern. Die beiden Brüder sahen das, stellten sich sofort davor, sprangen mit dem nächsten Flackern in den Gang, der sie zum Morgensee führte. „Eine Hand an die Wand, die andere vors Gesicht“, sagte Aram und so arbeiteten sie sich langsam durch den dunklen Gang. Es gab keine Weggabelung, sie sahen einfach irgendwann den leichten Schein des Lichtes, das die noch im Höhleneingang schwebende Passantenkugel von sich gab. Sie näherten sich langsam und sahen ein Walross im Morgensee, das immer kleiner wurde. Sie liefen an der Passantenkugel vorbei in Richtung Wasser und riefen „Trixiii, Stooopp, warte!“. Trixi hörte das Rufen nicht wirklich. Auch wenn sie es gehört hätte, sie wäre wohl weiter geschwommen. Aram verwandelte sich in sein Seelentier. Ein Uhu. Er flog los und zog Trixis Aufmerksamkeit auf sich, als sie den Vogel sah, wurde sie stutzig und schaute auf. „Du kommst nicht näher.“ sagte der Uhu zu ihr. „Aram?“ fragte das Walross. „Ja“ bestätigte er. Trixi schaute zurück zum Strand und sah, dass die Passantenkugel neben Azet am Strand schwebte. Azet sprach mit einer Gestalt, die nur das Morgenland sein konnte. Aram und Trixi flogen und schwammen zurück. „Ich will mit meiner Mutter reden!“ sagte Azet gerade. Das Morgenland betrachtete die Kugel, die neben Azet schwebte, dann schaute er Azet in die Augen und sagte: „Du weißt, dass ich dazu unmöglich nein sagen kann“. Azet stand einfach weiter kerzengerade da. Trixi und Aram verwandelten sich zurück und stellten sich neben ihren Mitstreiter. Das Morgenland wandte sich in Richtung See und der Morgenfelsen begann langsam über das Wasser zum Strand zu gleiten.

Voller Erwartung sahen die drei das grüne Leuchten näher kommen. Als sie Diotima im leuchtenden Felsen erkannten, begann die Passantenkugel zu pulsieren. Es war nicht wie die anderen Male, dass die Veränderung des Steines und das Erscheinen Diotimas nach einander und in einer fliesenden Veränderung passierte. Nur Diotimas Arme ragten aus dem Stein, hatten aber schon fast normale Hautfarbe. Der Stein kam näher und Aram und Azet rannten, schwammen und kletterten zu ihrer Mutter, hielten jeweils eine ihrer Hände und zogen aus Leibeskräften daran. Aus der tiefen Schwärze des hinteren Teils des Morgensees kam ein tiefes Donnergrollen. Ein greller Lichtblitz breitete sich wie in Zeitlupe im Inneren des Berges, in dem sie sich befanden, aus. Eine Art Lichtloch entstand und bekam in kürzester Zeit eine enorme Größe. Trixi fühlte sich plötzlich ganz leicht, beinahe als könnte sie schweben. „Was ist das?“ schrie sie. „Was passiert hier?“. „Ich glaube, das ist der Strom.“ brüllte das Morgenland über den Donner hinweg, so laut, dass es selbst Aram, Azet und die Göttin der Liebe in ihrem Stein hören konnten. Die fünf starrten wie gebannt auf das Loch.

Ein sehr helles Licht schien ihnen entgegen. Aus den Rändern des Gebildes lösten sich die Silhouetten von Dingen, Pflanzen und Tieren um sofort wieder darin zu verschwinden. Dann flog plötzlich ein Schulbus quer durch die Öffnung und wurde unvermittelt zurück hinein gesogen. Man sah ganze Häuser und Bäume, die plötzlich erschienen, um sich dann wieder mit dem hellen Fluss zu verbinden, in ihm zu verschwinden, Teil von ihm zu werden.

Jule und Rosie wussten, sie hatten gewonnen, als sie um die letzte Kurve bogen und auf die Morgenhöhle zu rasten. Hinter sich hörten sie bereits ein anderes Motorrad und vor sich meinten sie ebenfalls Motorengeräusche zu hören. Die Morgenhöhle war offen und aus ihrem Inneren drang ein unheimliches und bedrohliches Donnern und Grollen an ihre Ohren. Jule machte eine Vollbremsung, Rosie sprang ab, noch bevor das Motorrad stand, und Jule ließ es einfach los, sodass es noch einige Meter über den Boden schlitterte und schließlich kurz vor dem Eingang zur Morgenhöhle liegen blieb. Die beiden Frauen schauten sich um und sahen Travis auf seiner Maschine querfeldein die Wiese hoch jagen. Er war in wenigen Sekunden bei ihnen. Er bremste und wollte etwas sagen, aber Jule legte ihren Finger auf die Lippen. Alle schwiegen und lauschten. Das Motorengeräusch wurde lauter und nun kam ein anhaltendes Hupen dazu. Aber woher kam das Geräusch? Es war schwer zu orten. Bis sie das Schreien eines durchdrehenden Motorradmotors über sich hörten und sich alle unvermittelt bückten. Torben war über den Berg gefahren und sprang jetzt von oberhalb der Morgenhöhle von einem kleinen Felsvorsprung. In der Luft trat er das Motorrad mit den Füssen von sich und verwandelte sich in den Säbelzahntiger. Elegant und kraftvoll landete er. Er ging der Gruppe voraus in die Morgenhöhle und warf dem Donnergrollen ein nicht weniger imposantes Tigerbrüllen entgegen.

Wieso passiert das?“ brüllte Trixi. Das Morgenland wusste nicht sofort eine Antwort. „Der Willen vielleicht.“ murmelte es. Trixi verstand es nicht und trat ihn gegen das Schienbein, um seine Aufmerksamkeit zurück zu gewinnen. „Ihr Willen“ brüllte das Morgenland jetzt als hätte es die Lösung gefunden. Die drei auf dem Felsen klammerten sich daraufhin noch stärker aneinander.

Trixi fiel auf, dass ein transparentes orangenes Band von dem Lichtloch, das wohl der Strom war, ausging, kurz über der Wasseroberfläche bis zum Morgenfelsen verlief und dann in den Morgenfelsen eindrang und wie eine Ader durch ihn hindurch wuchs. Diese orangen Adern waren es, die Diotimas Füße hielten. „Das muss die Verbindung sein, die Diotima hält, sie im Leben hält und hier verwurzelt hat. Als Teil des Steins.“ dachte Trixi. „Eure Passanten“ brüllte sie und merkte, dass niemand sie beachtete. Wieder trat sie das Morgenland und schrie „ihre Passanten“. Das Morgenland verstärkte die Forderung mit seiner Stimme und die drei auf dem Morgenfelsen schauten auf. Trixi nahm ihren Passanten und trug ihn in Richtung des Felsens, der inzwischen im seichten Wasser am Ufer lag. Der Passantenball folgte ihr und Trixi schaffte es, ihn so zu positionieren, dass er sich in direkter Nähe zu Aram, Azet und Diotima befand. Der Ball begann eine Verbindung zu seinen Besitzern aufzubauen. Ähnlich wie zwischen dem Reflexionsbuch und dem Passanten. Dann brach der Ball in seine drei Teile auseinander. Einer der Keile positionierte sich über Diotima, der zweite unter ihr, der dritte vor ihrer Körpermitte. Die Spitzen zeigten jeweils vom Körper weg. Energie begann hindurch zu fließen und Diotimas Körper löste sich immer weiter vom Stein, begann zu schweben und war schließlich nur noch durch die orangenen Adern mit ihm verbunden. Die Energie strömte aus dem Himmel durch den Passanten in Diotimas Körpermitte und aus der Erde durch den Passanten in ihre Körpermitte. „Ziehen“ brüllte das Morgenland plötzlich und alle drei zogen und stießen dabei Schreie der Anstrengung aus. Trixi kletterte ebenfalls auf den Stein. Und begann Diotima zu schieben. Es funktionierte. Trixi sah, wie sich das orangene Band weiter aus dem Morgenfelsen löste. Sie konzentriere sich so stark sie konnte und aus ihrem Passanten wurde ebenfalls ein Kegel, der sich hinter Diotima, direkt über der orangenen Verbindung zum Strom, aufstellte. „Drücken!“ brüllte das Morgenland wieder. Trixi verwandelte sich in das Walross und drückte. Es gab ein helles Zischen. Das Morgenland brüllte „Springt!“ und sie sprangen. Diotima war befreit, alle lagen neben dem Morgenfelsen im Morgensee und der Morgenfelsen verschwand wieder in der Tiefe der Höhle.

Diotima sah ganz normal aus, etwas bleich und dünn vielleicht, aber ohne diesen grauen Schleier. Die Verbindung zum Strom hielt aber immer noch ihre Fersen und sie wurde in Richtung des Loches aus Licht gezogen. Trixi, Azet und Diotima brüllten und zogen und konzertierten sich, aber sie wurden Zentimeter um Zentimeter näher an das Loch heran gezogen.

Ein ohrenbetäubendes Brüllen zerriss die Luft und ein Säbelzahntiger legte sich mit dem Rücken gegen die Gruppe. Wie eine Mauer aus Muskeln schob sich das Tier zwischen die geliebten Menschen und das Loch. Rosie, Jule und Travis starrten die Szene kurz an. Gleichzeitig holten Rosie und Jule dann ihre Passanten heraus. Travis rannte zu seiner Familie, umarmte alle und begann zu ziehen. Die vier bildeten jetzt einen Kreis und der Kegel, der mal das Turiseder Artefakt gewesen war, verwandelte sich zu einem festen Lichtpunkt. Die Energielinien aus dem Boden und dem Himmel verliefen nun durch Diotima und durch den Lichtball vor ihrer Körpermitte, aber nicht mehr durch den Felsen und auch nicht mehr durch die Passanten. Die Gruppe schaffte es gemeinsam sich auf den Strand zu zu bewegen. Trixi verließ ihre Position und lief um die Gruppe herum zu Jule und Rosie. Jule und Rosie positionierten ihre Passanten neben den Kegeln über und unter Diotima, die die ganze Zeit leicht schwebte. Der Fluss der Energie, der durch Diotima ging, verstärkte sich dadurch und das Band, das sie noch mit dem Strom verband, wurde feiner und verlor Farbe. Alle Passanten allerdings schrumpften recht schnell.

Trixi trat ein Stück zurück. Ihr Passant schwebte zu ihr, als erwarte er Befehle. Trixi beobachtete für einige Sekunden genau was passierte und als sie sah, dass alle Passanten kleiner wurden, wusste sie, dass sie handeln mussten. Die Energie konnte nicht mehr lange umgeleitet werden, es musste eine eigene Verbindung mit dem großen Ganzen her. „Eine Seelenblüte“ dachte Trixi. Sie ging langsam auf Aram und seine Familie zu und flüsterte jedem leise ins Ohr „Liebe“ und als sie bei Diotima angekommen war und ihr das wichtigste Wort ins Ohr flüsterte, da schoss der Energieball, der mal das Turiseder Artefakt gewesen war, in ihre Körpermitte und Diotima öffnete die Augen und lächelte.

Trixi konzentrierte sich. Sie dachte an all die Situationen, in denen sie Ruhe und Konzentration gebraucht hatte und aus all diesen Situationen nahm sie die Ruhe und die Sicherheit und holte sie sich in die Gegenwart. In ihrem Geist nahm sie all die Konzentration und baute sie zusammen. Als hätte sie die Fähigkeit alle Fokussierung, die sie in ihrem ganze Leben hergestellt hatte, nun hier noch einmal abzurufen. Geballt, zusammengefasst, multipliziert. Es fühlte sich an als hätte jede Geländejagd, jeder riskante Sprung, jede Schulprüfung und jeder Streit mit ihren Eltern immer nur hier her zu diesem einen Moment geführt. „Trixiness“ flüsterte sie immer wieder leise vor sich hin. Sie fühlte sich als würde sie immer kleiner werden und schweben, bis sie nur noch aus einem kleinen schweren unaufhaltsamen Ball aus Konzentration bestand.

Dann öffnete sie die Augen und merkte, dass die anderen alle mit eingestimmt hatten und leise vor sich hin „Trixiness“ murmelten. Wie eine Beschwörungsformel. Trixi ging hinter die Gruppe. An die Stelle, an der die Verbindung zu dem Loch unter dem Säbelzahntiger verschwand und in Diotima endete. Trixi holte aus als hätte sie eine mächtige Axt in den Händen und als sie brüllend ihre imaginäre Axt in Richtung des Bandes beschleunigte, schoss ihr Passant ihr in die Hände, bildete eine rot leuchtende Axt und die beiden zerschmetterten gemeinsam Diotimas Fessel. Es knallte und gab einen heftigen Schlag, dann ein Sausen, als würde die gesamte Luft aus der Höhle gezogen und eine halbe Sekunde darauf blies den Morgenländlern eine kurze, heftige Druckwelle um die Ohren, wie bei einer Explosion. Die anderen purzelten auf den Strand und blieben bewusstlos liegen. Trixi fiel auf die Knie und spürte das Wasser des Morgensees. Sie sah die Verbindung, die Diotima mit Erde und Himmel verband. Sie sah das Morgenland im Strand verschwinden, wie eine Sandburg, auf die es regnet. Sie schaute im Wasser auf die Stelle, auf die sie gerade mit voller Wucht ihren Passanten gehämmert hatte. Er war im Moment des Aufpralls verschwunden. Trixi weinte. Dann sah sie neben sich einen grünen Schimmer im Wasser. Ein kleiner Splitter ihres Passanten war noch übrig. Er schwamm im Wasser. Trixi wollte ihn mit der linken Hand aus dem See fischen. Plötzlich schoss der kleine Stein in Trixis linke Handfläche. Während Trixis ganzer Körper ein stechender Schmerz durchfuhr, sah sie, wie der Stein sich in ihrer Handfläche einnistete. Dann fiel auch Trixi in die schwarze Tiefe einer Ohnmacht.

Auf dem Strand des Morgensees, inmitten der Morgenhöhle, lagen acht bewusstlose Morgenländler. Trixi, Aram, Azet, Diotima, Jule, Rosie, Torben und Travis waren am Leben und zusammen. Es war ein bisschen als würde sich das Universum freuen.

Creative Commons Lizenzvertrag
Trixi im Morgenland von Integralis e.V. ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung – Nicht-kommerziell – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz

 

Date Title Duration
2. Dezember 2019 10:15 Das Ende ist nur der Anfang
0:38:19
12. November 2019 10:19 Freiheit für die Liebe
0:37:21
14. Oktober 2019 12:12 Azet
0:46:54
14. August 2019 11:51 Naturia
0:45:17
8. Juli 2019 12:03 Zeit
0:41:39
21. Mai 2019 10:51 Alte und neue Wunden
0:37:44
6. März 2019 11:06 Verlockungen der Normwelt
0:55:41
28. Januar 2019 12:17 Das Turiseder Artefakt
0:42:47
19. Januar 2019 17:40 Reisen
0:36:58
29. November 2018 17:21 Trixis Gogyo-Ki (Teil 2)
0:35:13
1. November 2018 17:16 Trixis Gogyo-Ki (Teil 1)
0:33:43
31. August 2018 16:54 Trixi findet ihr Seelentier
0:20:58
1. August 2018 10:57 Kurzgeschichte: "Trixi sucht die Freiheit"
0:35:54

Schreibe einen Kommentar

vier + achtzehn =

EnglishGerman