Trixi im Morgenland Folge 03: Trixis Gogyo-Ki (Teil 2)

Ein Gastbeitrag von Philipp Wohlwill (www.wortwohl.de)

„Schaffe Leben aus dem Stein, du sollst meine Blüte sein.
Wasche mich von Schleier rein, meine Seele zu befreien.“

Trixi war verwirrt. Sie verstand nicht, was das sollte. Das hatte doch überhaupt nichts mit ihr zu tun. Wieso war das ihre Aufgabe? Wen sollte sie befreien? Sie wollte gerade Diotima dazu befragen, da wurde ihre neue Freundin zurück in den Morgenfelsen gezogen. Die überwältigend schöne Form der jungen Frau verschwamm, schien sich zu verflüssigen. Das orange Schimmern ging wieder auf den Morgenfelsen über und was von Diotima übrig war, strahlte erneut grünliches Licht aus. Jetzt drückte das unförmige Wesen, das eben noch Diotima gewesen war, von Innen gegen den Felsen. Eine der weißen Adern des Morgenfelsens begann in einem tiefen, dunklen Rot zu leuchten. Das Gestein, das sich in der Mitte des entstehenden roten Kreises befand, nahm das Grün aus dem inneren des Felsens an, sog es auf, wurde etwas größer und dann kalbte der Morgenfelsen.

Wie bei der Geburt eines Kalbes und wie wenn ein kleiner Eisberg von einem großen bricht, gebar der Morgenfelsen mit Hilfe von Diotimas Energie Trixis Passanten. In dem Moment, in dem dieser den Morgensee berührte, wurde aus dem Morgenfelsen wieder die rasend schnelle orange Blase und Diotima zu einem grünen Punkt darin. Das Gebilde entfernte sich bis es wieder zu einem kleinen Punkt irgendwo in den scheinbar unendlichen Tiefen der Morgenhöhle geworden war.

Trixi blieb keine Zeit über die Aufgabe und das flotte Verschwinden des Morgenfelsens nachzudenken, nachdem die Höhle nun wieder finsterer wurde, sah sie das

Leuchten ihres Passanten im Wasser ganz genau. Sie nahm einige Schritte Anlauf, rannte so schnell sie konnte los und sprang dann so weit sie konnte in den See. Während sie flog, verwandelte sie sich in das Walross und rief laut „Trixiness“. Dann platschte sie mit enormer Wasserverdrängung in den See und gab Vollgas Richtung Passant. Sie erreichte ihn innerhalb weniger Sekunden, machte eine behände Wende und schoss wieder aus dem Wasser, um auf den Füßen, mit ihrem Passanten in der Hand, am Strand zum Stehen zu kommen.

Erneut erstaunte sie, was sie sah, sie betrachtete ihren Passanten. Der hatte sich im See nicht verändert. Normalerweise bekam der Passant die Form eines Gegenstandes, der zu seinem jugendlichen Träger passt. Es war dann Aufgabe des Morgenländers, seine Funktion zu erkunden und herauszufinden, wie man mit ihm das Reisezimmer im eigenen Kinderzimmer aktivierte. Trixis Passant aber sah genauso aus, wie der Stein, der sich aus dem Morgenfelsen gelöst hatte. Er war grau und mit einigen dünnen weißen Linien durchzogen. Je dunkler es wurde, desto heller schienen die Linien. Trixi stand da, sah den Steinbrocken in ihrer Hand enttäuscht an und schüttelte den Kopf. Dann hob sie den Kopf und den Passanten und brüllte so laut sie konnte „ Hey ihr, Diotima, Morgenland, hier stimmt doch was nicht. Ey, haaaallooooooo, hier ist doch was kaputt. Das hat nicht funktioniert.“

Sie hielt ihren Passanten hoch in die Luft und drehte sich einmal um die eigene Achse. Als sie sich zu Ende gedreht hatte, schaute sie in das uralte Gesicht eines Mannes und kreischte wie eine wahnsinnige „Maaamaaaa“. Sie fuchtelte mit den Armen, stolperte rückwärts und landete auf dem Hinterteil. Der Mann lachte und während er lachte kräuselte sich das Wasser. Immer wenn er seine tiefe warme Stimme erhob, kräuselte sich das Wasser zu ihren Schwingungen. „Das ist dein Codewort, Seelenblüte“ sagte der Mann und schmunzelte.

Mit runden Augen schaute Trixi den Mann an. Er schaute zurück. Sie schauten sich gegenseitig in die Seelen. Trixi viel nichts ein außer „Nä!“. Der Mann antwortete: „Doch.“ Trixi fiel immer noch nichts ein, also blieb sie bei „Nä!“. Dem Mann schienen alberne Spiele zu gefallen, er erwiderte also erneut: „Doch“. Da wusste Trixi genau, dass sie mit dem Morgenland redete. Schon fühlte sie sich wieder ganz sicher und wusste, dass sie ganz sie selbst sein konnte. Das Morgenland kannte sie schließlich schon seit ihrer Geburt. Ihm etwas vorzuspielen oder es zu belügen war aussichtslos. Es gab dazu auch keinen Grund. Trixi rappelte sich auf und streckte dem Morgenland die Zunge raus. „Du kannst so ein Idiot sein, jetzt weiß ich auch, warum nie einer sein erstes Codewort verrät. Das machst du doch bestimmt bei jedem, oder?“ Das Morgenland lachte „Sehr viele haben Maaamaa als erstes Codewort. Da bist du mal genau wie alle anderen.“ scherzte das Morgenland. „Viele haben auch so schöne Sachen wie Scheiße oder Ahhhhhhhhh oft gibt es auch Mann, ey.“

Das Morgenland fand sich wahnsinnig lustig und kicherte in einem fort. „Gut, dass man das ändern kann“, fand Trixi und das Morgenland entgegnete mit erhobenem Zeigefinger: „Aber wie? Wie geht das? Das musst du wohl erst mal herausfinden. Mit deinem Passanten ist übrigens alles in Ordnung, Seelenblüte.“ „Ich heiße also mit zweitem Namen Seelenblüte?“ vergewisserte sich Trixi, dass sie ihr Gegenüber korrekt verstand. „Ja, Seelen mein Blütchen“ erwiderte das Morgenland mit einem schelmischen Grinsen, es liebte Spitznamen. „So meine Seelenfrau von Trixiness“ fuhr es fort. Und ohne den Satz zu beenden verschwand es einfach in der Erde. Es war ja klar, dass es das konnte, aber ein kleines bisschen unhöflich fand Trixi das schon.

Während sie ihren Passanten betrachtete und über ihren zweiten Namen und ihre Aufgabe nachdachte, da fiel ihr auf, dass zumindest alles gut zueinander passte. Seelenblüte war ihr Name, ihre Aufgabe lautete: „Schaffe Leben aus dem Stein, du sollst meine Blüte sein. Wasche mich von Schleier rein, meine Seele zu befreien.“, und ihr Passant war ein Stein.

Was es mit all dem auf sich hatte, interessierte Trixi so sehr, dass ihr überhaupt nicht auffiel, dass sie ihren zweiten Namen, ihren Passanten und Ihre Aufgabe bekommen hatte, dass sie also ihre Gogyo-Ki bestanden hatte und jetzt eigentlich zu ihrer Familie zurück konnte. Das hatte bisher auch jeder Morgenländler getan, nur Trixi war so überwältigt von der eigenen Neugier, dass sie auch nach der Gogyo-Ki noch in der Morgenhöhle blieb, die sich jetzt wieder so verdunkelte, dass auch Trixis Passant nur noch einen winzigen Teil davon ausleuchten konnte. Trixi stand in einem kleinen Lichtkegel, der von Schwärze umgeben war.
Sie wollte aber mehr über ihren Passanten herausfinden. „Trixiness“ sagte sie zu sich selbst, verwandelte sich in das Walroß und schwamm mit ihrem Passanten im Maul in die Richtung, aus der das orange Leuchten des Morgenfelsens gekommen war. Es war gar nicht weit, da sah sie in der Ferne wieder ein oranges Schimmern. Sie hielt darauf zu und beschleunigte etwas und krachte dann mit ziemlichem Tempo mit dem Kopf gegen den Morgenfelsen. Diesmal ging das Schimmern tatsächlich einfach nur von einem kleinen Punkt, der am Felsen leuchtete, aus. Trixi verwandelte sich zurück und kletterte hinauf.

Kurz hielt sie gespannt inne, wie wenn sie Kekse aus der Schublade stibitzte und dachte ihre Eltern gehört zu haben. Nichts passierte. Alles war wie auf einem ganz normalen Felsen, auf dem ein kleines Glühwürmchen sitzt. Nichts magisches, nichts besonderes war mehr an dem Stein, Trixi kletterte etwas höher und ging ein kleines Stückchen um ihn herum. Plötzlich meinte sie die Stelle ausmachen zu können, an der ihr Passant beim Kalben des magischen Steins heraus gebrochen war. Das war wiederum sehr ungewöhnlich, denn normalerweise schloss sich das Loch, aus dem der Passant kalbte, schnell wieder. Trixi entdeckte aber noch einige andere Löcher im Morgenfelsen, aus denen ein ähnlich großes Stück wie ihr eigenes heraus gebrochen sein musste. Trixi streckte sich und versuchte ihren Passanten in das Loch einzusetzen um herausfinden, ob er passte und sie recht hatte.

Sie setzte erst eine Ecke an, die genau zu passen schien, dann wollte sie den Passanten in das Loch einsetzten und er schien auch perfekt zu passen, aber wie bei Magneten, die sich abstoßen, brauchte Trixi mehr Kraft je näher die beiden Steine sich kamen. Als Trixi schon fast mit ganzer Kraft drückte, da sah sie, dass der Stein perfekt in die Mulde am Morgenfelsen passte. Sie nahm all ihre Kraft zusammen, drückte und als die Mulde den Passanten fast ganz umschloss, da durchfuhr Trixi ein stechender Schmerz, als wäre sie vom Blitz getroffen. Es wurde hell und Trixi wurde von einem mächtigen Stoß, der vom Morgenfelsen auszugehen schien, durch die Luft geschleudert. Sie flog so weit, dass sie brutal auf den Strand knallte und sofort ohnmächtig wurde. Ihren Passanten immer noch fest umklammernd, träumte sie.

Sie ging im Morgenland spazieren, begleitet von einem erwachsenen Aram. Ihr bester Freund schien seine Schüchternheit abgelegt zu haben. Er war groß, kräftig und sprach in einem ruhigen Ton mit ihr. „Schau da vorne“, sagte er zu Trixi, die sich nicht verändert hatte. Trixi schaute auf und sah Diotima auf sich zu laufen, auch sie sah verändert aus, schien jünger, der graue Schleier war verschwunden und Diotima versprühte eine unbändige Lust sich zu bewegen, schien vollkommen frei und umarmte Aram zur Begrüßung herzlich. Dann kniete sie sich hin und begrüßte auch Trixi mit einer warmen Umarmung. „Vielen Dank, Seelenblüte“, sagte sie, „Du bist wirklich ein außergewöhnlicher Mensch und eine tolle Freundin. Der Schleier ist verschwunden, ich bin eine freie Seele“. Dann nahm sie den erwachsenen Aram an die Hand und die beiden gingen gemeinsam weiter.

Trixi konnte ihnen nicht folgen. Sie rief ihnen hinterher „Aram, hey bleib stehen. Wo geht ihr hin?“ Sie gingen einfach schweigend weiter. Trixi blieb beharrlich „Hey Diotima, hey“. Die Ignoranz der beiden machte sie rasend vor Wut. „Hey du alte Schreckschraube, antworte mir. Hey!“ brüllte sie den beiden hinterher. Diotima schaute über die Schulter zurück und lächelte und dann sagte sie in dem sanften mütterlichen Ton, „Das ist nicht Aram“ und die beiden verschwanden. Trixi war enttäuscht und beleidigt und brüllte ins Leere: „Das ist meine Gogyo-Ki“.

In diesem Moment wachte sie auf. Sie lag auf dem Strand und spürte immer noch ein leichtes Brennen von dem Stoß, den der Morgenfelsen ihr versetzt hatte. Sie rappelte sich auf und wollte nur noch eines, raus. Sie wollte die Sonne sehen, stolperte, lief und torkelte den Schneckengang zurück. Sie wollte ihre Eltern sehen, ihre Freunde, sie hatte Hunger und Durst. Sie stützte sich an der Wand ab während sie sich in Richtung Ausgang schleppte, ihr Passant erleuchtete ihr den Weg. Als sie Hunger und Durst spürte, da produzierte ihr Gehirn Bilder von all dem Essen, das sie draußen gesehen hatte, als Papa seine Rede gehalten hatte.

Sie hatte sich nicht vorstellen können je wieder etwas zu essen. Ihr Magen hatte sich so winzig klein angefühlt, dass nicht mal ein Schluck Wasser rein gepasst hätte. Jetzt aber war ihr Magen frei und hungrig nach einem Festessen und der Weg in ihre Zukunft als Reisende war frei und ihr Geist war hungrig nach Wissen und ihre Seele war frei von Angst. Trixi hielt endlich ihren Passanten in der Hand. Eine Woge von Glück rollte über sie hinweg. Ihre Schritte wurden erst fester, dann schneller und dann leichter. Sie rannte durch den Gang der immer breiter wurde, hielt ihren Passanten vor sich und rief „Leuchte, mein neuer Freund, erleuchte mir meine Zukunft“. In hundert Metern Entfernung sah sie die Wand der Höhle und flog nun fast ihrem Ziel entgegen. Ihre Füße schienen den Boden kaum noch zu berühren. Sie schrie aus voller Kehle „Seelenblüte“ als sie mit voller Geschwindigkeit auf die Wand zu rannte und nicht stoppte. Einen Meter bevor sie gegen den Stein geknallt wäre, öffnete das Morgenland den Ausgang aus der Morgenhöhle und Trixi lief ihrer wartenden Mutter in die Arme. Erschöpft, schmutzig, hungrig und müde aber überglücklich, ließ sie sich vollkommen in die schützende Umarmung ihrer Mutter fallen. Ihre Familie und ihre Freunde jubelten, sie applaudierten und pfiffen und begannen im Chor zu rufen „Trixi, Trixi, Trixi.“

Unter dem Jubel der Anwesenden trugen Jule und Torben Lichtert ihre jugendliche Tochter zu ihrem Tisch und setzten sie auf ihren Platz. Es gab nicht viele formelle Vorgaben für ein Fest zur Gogyo-Ki. Es ging immer einfach um den Jugendlichen, aber auf eines achteten doch fast alle Eltern. Es wurde erst gegessen, wenn das Kind als Jugendlicher zurück kehrte und der Jugendliche startete das große Futtern. Trixi freute sich auf diesen Moment schon lange. Sie Griff sich ein großes Glas, schmiss einige Eiswürfel hinein und schenkte es dann mit Cola voll, bis der Schaum über den Rand lief. Dann stellte sie sich auf ihren Stuhl, rief in die Runde „Ich liebe euch“ und dann noch etwas lauter „Die Gogyo war toll, meine Füße dampfen. Der Tisch ist voll, lasst uns gemeinsam Mampfen.“ Alle lachten und applaudierten und begannen mit großem Appetit zu essen.

Vor allem Trixis Freunde hatten sich kaum noch zurück halten können. Eine normale Gogyo-Ki dauerte meistens ungefähr eine Stunde. Trixis Freunde hatten gewettet, dass sie es schneller schaffen würde, aber Trixi war deutlich über zwei Stunden in der Morgenhöhle gewesen. Alle waren ganz ausgehungert, sodass sie Trixi nicht so sehr bedrängten alles zu erzählen. Das erleichterte Trixi. Es gehörte zur Gogyo-Ki, dass die Jugendlichen selber entschieden, was und wieviel sie von ihrem Ritual erzählen wollten, ob sie ihre Aufgabe verrieten und so weiter. Es gab allerdings fast niemanden, der nicht als allererstes sofort seinen Passanten vorzeigte und damit begann seine Funktion zu enträtseln. Trixi wusste nicht einmal, was es da zu enträtseln gab. Sie hatte einen Stein. Aber auch das spielte gerade keine Rolle. Denn sie hatte die besten Freunde, die beste Familie und eine Zukunft als Reisende vor sich. Der Rest würde sich ergeben.

Nachdem sich alle tüchtig satt gefuttert hatten und eine allgemeine Zufriedenheit und Erleichterung bei den Gästen und auch bei Trixi und ihren Eltern spürbar wurde, da begann die Festgesellschaft sich auf der Wiese zu verteilen. Es wurde gespielt, gedöst und geredet. Die Jugendlichen kamen zu Trixi. Sie wurde nervös, weil sie nicht dazu bereit war, jetzt über das Erlebte zu sprechen, zumal sie sich nicht mehr so genau daran erinnern konnte, was davon sie geträumt hatte und was echt gewesen war. Sie steckte ihre Hände in die Hosentaschen und spürte ihren Passanten in der rechten Hand. Sie hielt sich an ihm fest. Der Stein wurde etwas warm und das entspannte Trixi. Das konnte man wohl sehen. Trixis Kusine Sandra, die schon um einiges älter war als Trixi, aber wie Trixi auch als Seelentier Walross war, fragte lachend: „Na, Trixi hast du die Taschenwärmer-Funktion entdeckt?“. Die anderen lachten auch. Alle holten sich etwas zu trinken. Auch Trixi wurde ein neues Glas Cola eingeschenkt und dann erzählten alle reihum, wie sie das erste Mal ihre Taschenwärmer Funktion entdeckt hatten und wozu sie gut war. Trixi fühlte sich kein bisschen bedrängt und konnte in den Augen der Mädchen und Jungen sehen, dass sie sich noch sehr gut daran erinnern konnten, wie man sich nach seiner Gogyo-Ki fühlte.

Sandra erzählte wie ihr die Taschenwärmer Funktion ihres Passanten mal das Leben gerettet hatte. Als sie in einer Eiswüste gelandet war, hatte sie sich ein Iglu gebaut und war darin von einer Lawine verschüttet worden. Ihr Passant hatte sie gewärmt und ihr damit das Leben gerettet. „Schon klar, dass du nicht erfroren bist, aber wie bist du an Luft zum Atmen gekommen?“ fragte einer der älteren Jungs. Man sah Sandra an, dass sie auf diese Frage gewartet hatte. Sie nahm ihren Passanten aus der Tasche. Er sah aus wie ein Stück Metallrohr, das in den Farben des Regenbogens schillerte. Das Loch in der Mitte war so breit wie zwei Finger und das Rohr war ungefähr doppelt so lang wie Sandras Handfläche. Hielt sie es mit der Hand umschlossen, schaute es hinten und vorne noch einige Zentimeter heraus.

Sandra nahm das Stück Rohr und drehte es in der Handinnenfläche, es drehte sich und drehte sich und schien nicht mehr aufzuhören. Alle bestaunten das sich endlos drehende Rohr in Sandras Handfläche. Trixi auch, aber eben nur für einen Moment, danach schaute sie Sandra an und sah den Stolz in ihrem Blick. Da entschied sie, erst mal ihren Passanten zu erkunden, bevor sie ihn jemandem zeigte. Vielleicht war aus ihrem blöden Stück Felsen doch noch etwas zu machen.

„Wie sah denn der direkt nach deiner Gogyo aus?“ fragte Trixi ihre Kusine. „Richtig ätzend“ lachte die. „Das war einfach nur ein hässlicher Kackhaufen, das Kackding hat mich einige schlaflose Nächte gekostet. War nur ein altes vergammeltes rostiges Rohr am Anfang.“ Trixi bekam bei Sandras Ausdrucksweise runde Augen. Sandra fuhr nicht ohne Stolz fort: „Hab aus der Furzröhre was schickes gemacht oder? Zurück zum Problem der Luft.“ Sie nahm die Röhre in die rechte Hand, strich mit dem Linken Daumen anderthalb runden über den oberen Rand und die Röhre begann sich zu verlängern. Nachdem sie bestimmt drei Meter lang geworden war, schnippte Sandra mit dem Zeigefinger einmal gegen die Röhre und die stoppte ihre Fahrt in die Baumwipfel. Dann hob Trixis Kusine ihren Passanten an den Mund und atmete einige lange Atemzüge durch den Riesenschnorchel. Alle waren beeindruckt. Sandra schnippte zwei Mal mit dem Zeigefinger gegen die Röhre und die verkleinerte sich wieder auf die normale Größe und Sandra steckte sie weg.

Nun schauten alle erwartungsvoll Trixi an und die schaute genauso erwartungsvoll zurück. Natürlich wusste sie ganz genau, dass alle darauf hofften, ihren Passanten zu Gesicht zu bekommen, aber sie hatte ihre Entscheidung gefällt. Sie würde erstmal versuchen aus dem Kackhaufen etwas Schickes zu machen. Als sie das Wort Kackhaufen dachte, musste sie lächeln. Alle sahen das und Sandra fragte „Was? Was ist so witzig?“. Trixi grinste weiter und sagte dann nur ein Wort: „Furzröhre“ und nachdem sie das gesagt hatte, musste sie dermaßen lachen, dass sie sich schüttelte und außerdem spritzte einem der Jungs vor Lachen die Cola aus der Nase und da musste dann auch der letzte der Jugendlichen noch anfangen zu lachen.

Als sich alle etwas beruhigt hatten, stand einer der Jungs, die Trixi kaum kannte auf und gab damit die Sicht auf Dila, Konni und Aram frei. Sie saßen gemeinsam mit Trixis anderen Freunden einige Meter entfernt im Kreis und unterhielten sich. Sie schienen Trixi aber in diesem Moment irgendwie sehr weit weg. Das machte sie ein bisschen traurig und deshalb unternahm sie etwas dagegen. Sie sprang von ihrem Stuhl, griff sich eine der Colaflaschen, rief den Jugendlichen zu „Bis später!“ und rannte in vollem Galopp und „Trixiness“ brüllend auf ihre Freunde zu. Alle wollten sie drücken und das taten sie auch und dann zogen sie sich noch einige Meter von den Erwachsenen zurück und Trixi spendierte eine geheime und für die meisten der Kinder verbotene Runde Cola.

Jetzt begann das Ausfragen und jetzt und in dieser Runde beantwortete Trixi fast alle Fragen gerne, bis Aram sie fragte „Können wir deinen Passanten mal sehen?“ Trixi überlegte angestrengt und sagte erst mal nichts. Alle warteten gespannt. „Ich glaube nicht“ druckste Trixi rum. „Also denen da,“, sie nickte mit dem Kopf in Richtung der Jugendlichen „habe ich ihn nicht gezeigt.“ Sie zögerte „Ich weiß nicht“.

Konni und Dila fanden das nicht so gut, sie hatten erwartet einen eingehenden Blick auf Trixis Passanten werfen zu dürfen und zwar sofort nach dem Essen. Die beiden wurden etwas ungeduldig. „Komm Trixi, jetzt sei nicht so“ drängelte Dila. Konni forderte: „Zeig mal her.“ und streckte die Hand aus. Das wiederum gefiel Trixi jetzt überhaupt nicht und sie wurde stur. „Nein,“ gab sie zurück „ihr seht den dann, wenn ich das sage“ und als sie die enttäuschten Mienen ihrer Freundinnen sah, fügte sie schnell hinzu „Es ist mir einfach zu früh, ich hab selbst noch nicht mal geschaut, ich will erst mal ganz alleine selbst schauen und dann zeige ich euch den. Ist ehrlich gesagt ein hässlicher Kackhaufen“ fügte sie mit gesenktem Kopf hinzu. Alle mussten über den Gefühlsausbruch etwas schmunzeln.

Aram war es der zur Überraschung aller das Wort ergriff und sagte „Dann zeigst du ihn halt später“. Damit war das Thema Passant abgehakt. Trixi konnte den Gedanken nicht verdrängen, dass sie die Reaktion ihrer beiden besten Freundinnen irgendwie kindisch fand.

Ihr blieb keine Zeit darüber weiter nachzudenken. Frau Prof. Dr. Rosie Schlaumeier kam auf die Gruppe zu. Natürlich war das nicht Rosies echter Nachname und die Kinder wussten auch nicht, was für Titel und Abschlüsse die energische alte Dame tatsächlich besaß, aber sie wussten eines ganz genau: Rosie wusste alles. Rosie war Trixi als Lehrerin für ihren Passantenurlaub zugeteilt worden. „Ach du Schande.“ flüsterte Dila. „Allerdings.“ bestätigte Konni. „Ich beneide dich nicht um alles“. Es breitete sich ein schweres Schweigen in der Gruppe aus. Mit einer Mischung aus Respekt und Schrecken sahen sie Trixis nahe Zukunft auf sich zu kommen. Einige konnten ihren Fluchtinstinkt nicht unterdrücken und mussten plötzlich ganz dringend auf Klo oder für alle etwas zu trinken holen. Als Rosie vor Trixi stand und sich in den Schneidersitz ins Gras vor sie setzte, da waren nur noch Trixi, Konni, Dila und Aram übrig geblieben. Trixi nahm sich vor, das den Dreien niemals zu vergessen.

„Hallo Trixi“ begrüßte Rosie ihre neue Schülerin. „Wir beide haben in den nächsten Monaten eine ganze Menge vor. Freust du dich drauf?“. Trixi nickte, schwieg aber sicherheitshalber. „Okay. Es wird so laufen,“ bestimmte Rosie. „Du hast jetzt erst mal zwei Tage frei. Deine Freunde müssen alle in die Schule, du nutzt also bitte die Zeit, um dich auszuruhen. Du darfst natürlich schon deinen Passanten beforschen, aber bevor du nicht das Sicherheitstraining bei mir abgeschlossen hast, darfst du nicht reisen“. Rosie fuchtelte Trixi mit dem Zeigefinger im Gesicht rum. Trixi hasste das, beschränkte ihren Widerstand aber darauf, ein gelangweiltes „Ja“ zurück zu geben, anstatt nach den Gründen für das Verbot zu fragen.

„Danach werden wir gemeinsam deine ersten Reisen unternehmen“, fuhr Rosie fort. „Ich habe einen der wenigen Passanten, der Orte speichern kann“, Rosie sah wie die Angst aus Trixis Blick durch Interesse ersetzt wurde und freute sich darüber. „Ich habe zwei Orte, die wir auch dann bereisen können, wenn es mit deinem Passanten etwas länger dauert. Könnte ja durchaus sein, nachdem deine Gogyo-Ki auch schon fast doppelt so lange wie normal gedauert hat.“ Alle Kinder wussten, das Prof. Rosie unleidig wurde, bekam sie Hunger. „Tschuldigung“ stammelte Trixi, die es nicht gewohnt war zurecht gewiesen zu werden. Und das auch nicht mochte. „Aber ich reise ab dann alleine oder?“, fragte sie. „Ja Trixi“, bestätigte Rosie, „du wirst mich nicht immer und ewig dabei haben. Du musst mir auch nichts erzählen, weder über deine Aufgabe noch über deinen Passanten.“ Trixi sah wie die Strenge im Blick von Rosie durch Interesse ersetzte wurde und freute sich darüber. Ihren Passanten zeigte sie ihr trotzdem nicht. „Wir sehen uns also in zwei Tagen um 8:00 Uhr bei mir Zuhause zum ersten Teil deines Sicherheitstrainings“ sagte Rosie und stand auf.
Trixi schaute sie von unten an und Rosie schaute erwartungsvoll zurück. Dann rollte die alte Dame mit den Augen und streckte eine Hand aus. Jetzt verstand Trixi , stand auf, gab Rosie die Hand und die beiden verabschiedeten sich. Als Rosie sich zum Gehen wendete sagte sie noch „Seelenblüte ist übrigens ein wirklich schöner Name und er hat auch eine tiefe Bedeutung. Das erzähle ich dir dann in zwei Tagen“ Rosie stellte zufrieden fest, dass sie mit der Bemerkung erneut Trixis Interesse geweckt hatte, drehte sich um und ging zu Trixis Eltern, um sich auch von denen zu verabschieden.

Auf dem Weg nach Hause setzte sich Rosie kurz auf eine Bank, atmete tief durch und kramte ein Foto aus ihrer Tasche. Darauf war der Erwachsene Aram aus Trixis Traum zu sehen. „Travis,“ dachte Rosie und ihr Gesicht viel in sich zusammen, „dein Talent war dein Fluch. Seelenblüte ähnelt dir.“ Sie dachte an ihre eigene Gogyo-Ki. Diotima hatte es da noch nicht gegeben. Das Morgenland hatte alles mit den Eltern gemeinsam gemacht. Auch die Lebensaufgaben waren viel allgemeiner und eher Lebensweisheiten gewesen, fand Rosie. „Ein Fehler ist erst ein Fehler, wenn du ihn zwei mal machst“ murmelte sie vor sich hin. Das war ihre Aufgabe und jetzt wo sie so darüber nachdachte, da war es für sie tatsächlich entscheidend, nicht die Fehler, die sie mit Travis gemacht hatte, an Trixi zu wiederholen. Die gestandene Reisende, Professorin, Vorsitzende des Bildungsausschusses und dreifache Oma wurde nervös, bekam etwas Angst. Ein Gefühl, dass sie schon seit so langer Zeit nicht mehr gehabt hatte, dass seine Intensität sie überraschte.

Sie atmete tief durch und lies ihren Atem die Ruhe der Natur in ihrem System verteilen. Beim Einatmen nahm sie wärmende Ruhe in sich auf und entließ beim Ausatmen die kalte Panik aus ihrem System. Sie spürte dem Hauch von Seele nach, der sich im Atem eines jeden Menschen verbirgt und faltete dann das Foto wieder zusammen, um es in ihrer Tasche zu verstauen.

Jetzt genoss Rosie noch einige Momente die Schönheit des Morgenlandes, des späten Tages und ihres Lebens. Das Morgenland hatte ihr vor vielen Jahren einmal verraten, dass es seine größte Belohnung ist, die Menschen, die bei ihm leben, glücklich zu sehen. Da es keine eigenen Kinder bekommen konnte, waren die Bürger des Morgenlandes sein Ersatznachwuchs. Rosie stand auf und ging mit neuem Mut einer Zukunft entgegen, von der sie hoffte, dass sie nicht ganz so gefährlich werden würde wie sie befürchtete.

Während Rosie auf dem Heimweg noch in Erinnerungen kramte, wie in einem Bonbon-Glas, hatte sich die feiernde Gesellschaft am Eingang zur Morgenhöhle stark verkleinert. Die Jugendlichen waren weg, fast alle Erwachsenen auch und die jüngeren Kinder schon lange. Konnis Eltern hatten Aram von seinem Papa abgeholt und Dilas Eltern brachten ihn nun wieder nach Hause zurück. Seine Mama war während seiner Geburt gestorben und seitdem lebte er mit seinem Papa alleine, der sich zur Zeit daran versuchte, seine alte Karriere als Ballettänzer wieder aufleben zu lassen und deshalb noch weniger Zeit für seinen Sohn hatte als gewöhnlich. Niemand sprach über Arams Eltern, niemand schien sie wirklich zu kennen.

Bei Arams Mutter war es beinahe so, als hätte sie nie existiert. Es gab von ihr keine Bilder in Zeitungen oder Erinnerungen aus der Schule. Es gab nur eine einzige Fotografie, die sehr verschwommen war. Darauf waren Arams Eltern zu sehen, wie sie Hand in Hand von der Kamera fort gingen. Das Gesicht von Arams Mutter war nur deshalb auf der Fotografie, weil sie sich gerade über die Schulter zum Fotografen umdrehte und winkte. Das war das Einzige was Aram von seiner Mutter hatte. Er hatte sich fest vorgenommen mehr über sie heraus zu finden, war aber immer wieder an Grenzen gestoßen, die sein Alter oder auch seine Körpergröße ihm setzten. Also beschränkte er sich inzwischen darauf, die Suche nach seiner Mutter zu planen, bis zu dem Tag, an dem auch er einen Passanten besitzen und sich damit aus der Machtlosigkeit befreien würde.

Erst auf dem Heimweg, den die Familie Lichtert natürlich wieder zu Fuß antrat, konnte sich Trixi mit ihren Eltern über das unterhalten, was in der Morgenhöhle vorgefallen war. Ihre Eltern hielten fast zweihundert Meter tapfer durch ohne Trixi etwas zu fragen. Trixi machte es große Freude ihre Eltern etwas zappeln zu lassern, erlöste sie dann aber indem sie laut überlegte. „Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll zu erzählen. Also erstmal war dein Tipp eine Hand vor dem Körper und die andere an der Wand zu behalten super , Mama.“ Jule Lichtert lächelte. „Insgesamt muss ich aber zugeben, wirkt das ganze ein bisschen wie ein Traum. Ich muss immer wieder in die Tasche greifen und meinen Passanten anfassen, damit ich weiß, dass alles wirklich echt ist. Ich glaube ich habe Diotima ein bisschen verärgert.“ Trixi schwieg. Ihre Mama fragte: „Die ist so nett, das kann nicht schlimm gewesen sein oder?“ „Stimmt“, gab Trixi bedrückt zurück. „Geht es dir nicht gut, meine Flitzmaus?“ fragte Papa etwas besorgt. Trixi lächelte. So hatte er sie schon lange nicht mehr genannt, er hatte sich an das Verbot, das sie zu ihrem zehnten Geburtstag ausgesprochen hatte, bisher gehalten. „Ach ich weis nicht,“ druckste Trixi, „ich durfte mich erst neben sie setzen und dann ist sie abgehauen ohne sich zu verabschieden“. Mama und Papa Lichtert lachten und Trixi motzte „sehr witzig“. „Trixi,“ tröstete Mama, „Diotima ist kein Mensch, das musst du doch gesehen haben. Sie ist nur da, bis der Morgenfelsen deinen Passanten frei gibt. Danach ist sie automatisch weg. Ich glaube nicht, dass sie das selber entscheidet. Die Gogyo-Ki war früher ganz ohne sie“. Trixi blieb stehen „Wie bitte?“. „Naja, Trixi, ist sie nicht eher so was wie ein Teil des Felsens oder ein Teil des Morgenlandes oder so?“ „ Ja sagte Trixi keine Ahnung was ist sie eigentlich?“ Mama und Papa Lichtert schauten sich gegenseitig an und zuckten mit den Achseln. „Mach dir mal lieber Gedanken um deinen Passanten“ sagte Papa.

Aber weit gefehlt. „Das werde ich Rosie als erstes fragen“ dachte Trixi und beendete ihre Erzählungen mit dem Gefühl, wieder aktiv zu sein, nicht bloßer Befehlsempfänger, sondern Forscher. Sie ließ die Stellen, von denen sie nicht wusste, ob sie geträumt hatte und was eigentlich wirklich passiert war, vorsichtshalber aus und erzählte auch nicht, dass sie noch einmal durch den Morgensee geschwommen war, nachdem die Gogy-Ki eigentlich schon zu ende gewesen war. Den Lichtblitz, sagte sie zu ihren Eltern, könne sie sich auch nicht erklären, aber sie sei ja auch in der Höhle gewesen, hätte also natürlich keine Ahnung was da draußen geblitzt haben könnte. Ihre Eltern glaubten ihr nicht, beließen es aber dabei. Trixi berichtete noch ein bisschen von ihrem Nachmittag mit den Jugendlichen und ihren Freunden und Mama und Papa erzählten Trixi noch was sie über Rosie so wussten.
Zuhause angekommen wünschte Trixi ihren Eltern ein gute Nacht und verschwand nach oben in ihr Zimmer. Oben wischte sie mit dem Arm alles von Ihrem Schreibtisch, legte den Passanten darauf und knipste die Schreibtischlampe an. Dann zog sie so schnell sie konnte die kalte schmutzige Kleidung aus, holte sich ihren allerliebsten Schlafanzug aus dem Schrank, wickelte sich ihre Bettdecke um Bauch und Beine und setzte sich so an den Schreibtisch, um ihren Passanten zu untersuchen.

Der Stein sah genauso aus, wie als sie ihn zum ersten mal gesehen hatte. Es gab nichts zum Polieren oder zum Drücken, zum Schrauben, Drehen oder Einstecken. Trixi fragte sich, wie man etwas aufschließen kann, das kein Schlüsselloch hat. Sie erinnerte sich an die Gesten, mit denen Sandra ihren Passanten bedient hatte und begann die weißen Linien, die den Stein durchzogen, auf und ab zu streichen, darauf zu tippen und pulte daran herum. Nichts passierte.

Trixis Kraft war so gut wie verbraucht und ihre Konzentration schwand von Minute zu Minute. Sie schob den Stuhl zurück, löschte das Licht und kletterte mitsamt dem Passanten in ihr Bett. Sie saß noch einige Minuten, rutschte aber immer weiter nach unten, bis sie sich schließlich ganz ausstreckte und gähnte. Sie schloss kurz die Augen und legte dabei eine Hand auf den Passanten. Als sie die glatteste der Seiten genau mit der Mitte ihres Handtellers berührte, begann der Stein ganz leicht zu leuchten. Er pulsierte in verschiedenen Farben. Das sah Trixi aber schon nicht mehr, denn sie war eingeschlafen. Ihre Hand rutschte vom Passanten und sofort erlosch sein Glimmen.

Creative Commons Lizenzvertrag
Trixi im Morgenland von Integralis e.V. ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung – Nicht-kommerziell – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz

Date Title Duration
21. Mai 2019 10:51 Alte und neue Wunden
0:37:44
6. März 2019 11:06 Verlockungen der Normwelt
0:55:41
28. Januar 2019 12:17 Das Turiseder Artefakt
0:42:47
19. Januar 2019 17:40 Reisen
0:36:58
29. November 2018 17:21 Trixis Gogyo-Ki (Teil 2)
0:35:13
1. November 2018 17:16 Trixis Gogyo-Ki (Teil 1)
0:33:43
31. August 2018 16:54 Trixi findet ihr Seelentier
0:20:58
1. August 2018 10:57 Kurzgeschichte: "Trixi sucht die Freiheit"
0:35:54

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